Ausstellungsreihe „Culture Under Attack“

Von Anna Montgomery, Senior 3D Designer, Imperial War Museums, London, UK

Die Ausstellungsreihe XNUMX im Imperial War Museum (IWM) in London untersuchte die Auswirkungen von Kriegshandlungen auf das, was unsere Identität definiert – unsere Kultur. Von den Gebäuden, die wir für unsere Gemeinschaften errichten, bis hin zu den materiellen und immateriellen Dingen, die wir als Individuen schätzen. „Culture Under Attack“ lädt Besucher dazu ein, darüber nachzudenken, was passiert, wenn Kultur bedroht, gezielt angegriffen oder vorsätzlich vernichtet wird.

Die Saison umfasst drei Ausstellungen im IWM London: What Remains, eine in Zusammenarbeit mit Historic England kuratierte Ausstellung über die gezielte Zerstörung von Kulturstätten, die Objekte und Geschichten, die sie beleben, und den darauffolgenden Wiederaufbau; Rebel Sounds, eine immersive Erfahrung, welche die Bedeutung von Musik in Bezug auf kulturelle und persönliche Identität erforscht; und Art In Exile, die aufdeckt, wie Kulturschätze in britischen Museen und Galerien während des Zweiten Weltkriegs evakuiert und geschützt wurden.

Als Teil der kuratorischen Erzählung bat das IWM die Besucher, über schwierige Fragen nachzudenken: Was bedeutet es, Kultur in Zeiten von Konflikten zu schützen? Für die Ausstellungsgestalter bedeutete dies, einen innovativen Weg zu finden, um diese Fragen öffentlich zu präsentieren und dabei ihren dynamischen, sich ständig verändernden Charakter widerzuspiegeln.

Die Fallblatt-Installation (Split-Flap)

Inspiriert von den klassischen Abfahrtstafeln alter Bahnhöfe entwarf das IWM-Designteam eine kinetische Split-Flap-Installation. Als zentrales Element verband sie die drei Ausstellungen der Saison und warf provokante Fragen zum Thema auf.

„Sollten historische Gebäude in Konfliktgebieten geschützt werden?“

„Ist es das Risiko einer Gefängnisstrafe wert, um Musik zu schützen?“

„Sollte Kunst während eines Krieges gerettet werden?“

Dies sind nur einige der vielen Fragen, mit denen der Betrachter vor und nach dem Besuch der Ausstellungen konfrontiert wird. Für das Besuchererlebnis war dies die ideale Lösung, da die Themen der Ausstellung noch lange nach dem Verlassen des Museums nachhallen.

Die filigrane Mechanik der Fallblatt-Anzeige und die Platzierung in einem Bereich mit hohem Publikumsverkehr machten eine Lösung erforderlich, die die Installation schützt und gleichzeitig eine kristallklare Sicht ermöglicht. Ebenso wichtig war es, die akustische Kulisse – das sanfte Surren der Mechanik – zu erhalten.

Die Herausforderung bestand darin, ein Material für dieses zentrale Display zu finden, das sehr spezifische Anforderungen erfüllte: reflexionsarm, antistatisch, bruchsicher, kratzfest und leicht genug, um für Wartungsarbeiten an der Mechanik einfach entfernt werden zu können.

Glas schied aufgrund der erforderlichen Scheibengröße und des hohen Gewichts schnell als Option aus.

Tru Vue bot die perfekte Lösung in Optium Museum Acrylic.

Die Rahmung

Um den Rahmen zu fertigen, der das Acrylglas hält, arbeiteten das Designteam und die Messebauer eng zusammen, um ein minimalistisches, elegantes Design zu entwickeln.

Zeichnung des Rahmens für das Acrylglas. Mit freundlicher Genehmigung der Imperial War Museums London.

Der Prozess begann mit dem Prototyping in der museumseigenen Werkstatt. Um die akustische Durchlässigkeit zu gewährleisten, wurde entschieden, den Rahmen mit einem Abstand von 50 mm zur bestehenden MDF-Platte zu montieren. Aufgrund der großen Spannweite des Materials bestand die Sorge, dass die Scheibe in der Mitte zu stark flexen und bei Druckausübung die Mechanik der Fallblatt-Anzeige berühren könnte.

Durch die Einführung eines schlanken L-Stahlprofils wurde dieses Risiko minimiert, wenn nicht gar vollständig ausgeschlossen. Um den Rahmen so dezent wie möglich zu halten, wurde er passend zur Wandfläche schwarz pulverbeschichtet.

Die Installation war eine Herausforderung, doch mit Geduld und präziser Abstimmung wurden Rahmen und Acrylglas sicher in Position gebracht und mit Standardbeschlägen fixiert.

Installationsansicht der Fallblatt-Anzeige für die Ausstellungsreihe „Culture Under Attack“ im IWM London, Ebene 3. Fotografiert am 30. August 2019. (Andrew Tunnard: Imperial War Museums)

Optium Museum Acrylic® erweist sich in diesem Szenario als höchst effektiv, da der Fokus uneingeschränkt auf der Installation selbst bleibt.

Über die Autorin

Anna Montgomery

Senior 3D Designer bei den Imperial War Museums (IWM)

Anna Montgomery absolvierte die Glasgow School of Art mit einem BA (Hons) in Interior Design. Als Senior 3D Designerin ist sie für die kreative und effektive gestalterische Unterstützung aller fünf IWM-Standorte verantwortlich. Der tägliche Arbeitsprozess ist stark kollaborativ; das Team arbeitet gemeinsam daran, die Geschichten rund um Konflikte und deren Auswirkungen auf das Leben der Menschen erfahrbar zu machen. Derzeit konzentriert sich das Team auf eine spannende Neugestaltung der HMS Belfast, die im Zentrum Londons auf der Themse vor Anker liegt, sowie auf die nächste temporäre Ausstellungsreihe.

Warenkorb
Nach oben scrollen