Von Levi Sim – Inhaber/Fotograf/Redner bei Levi Sim Photography
Fotodrucke sind heute wertvoller denn je. Wir sind von digitalen Bildern umgeben; sie sind ständig präsent, doch wir scrollen schnell durch Instagram und verweilen selten länger als ein paar Sekunden bei einem Foto. Deshalb wissen gedruckte Fotos – insbesondere von Kindern – sofort mehr zu schätzen und erfreuen sich viel länger daran als an allem, was sie auf einem Bildschirm sehen.
Im Folgenden finden Sie technische Tipps und Ideen zur Anpassung Ihrer Kameraeinstellungen, um das bestmögliche Foto zu erstellen. Wenn Sie diese Einstellungen verinnerlichen, gewinnen Sie die nötige Freiheit, um verschiedene Druckversionen zu gestalten und optimale Ergebnisse zu erzielen.
Der Unterschied zwischen „reinen Technikern“ und großartigen Fotografen besteht darin, dass Letztere die Technik bereits meisterhaft beherrschen und so eine große Bandbreite an Optionen kreieren können.
Lassen Sie mich daher einige Tipps zum Fotodruck unter Berücksichtigung der Beleuchtung mit Ihnen teilen. Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, werden Sie feststellen, dass auch Ihre digitalen Bilder deutlich an Qualität gewinnen.
Meine Leidenschaft für das Wandern und die Fotografie hat mich gelehrt, zahlreiche Techniken für die Outdoor-Fotografie zu entwickeln, die Ihnen helfen werden, bessere Ergebnisse zu erzielen, wenn Sie das nächste Mal zu einer Tour aufbrechen. Die Tipps in diesem Beitrag gelten nicht nur für ausgedehnte Trekking-Touren. Sie sind für jede Art der Wanderfotografie effektiv – selbst wenn Ihr „Weg“ nur XNUMX Meter bis zum Gipfel eines kleinen Hügels führt, um dort ein atemberaubendes Sonnenuntergangsfoto einzufangen.
Tipps zum Fotodruck: Brillante Farben sind die Basis
Ich schieße und liefere Schwarz-Weiß-Bilder für jeden Kunden, aber auch Schwarz-Weiß-Bilder erfordern großartige Farben, Techniken und Weißabgleich Hier beginnt alles.
Ein korrekter Weißabgleich während der Aufnahme ist entscheidend, da Hauttöne das Auge täuschen können. Wussten Sie, dass zu helle Bereiche in Ihrem Bild „ausgefressen“ (blown-out) wirken oder beschnitten (clipping) sein können? Solche Bereiche lassen sich leicht identifizieren; sie blinken auf dem Display auf oder das Histogramm ist extrem nach rechts verschoben.
Nicht nur das Licht, sondern auch die Farbe kann ein Foto unausgewogen erscheinen lassen. Wenn Sie beispielsweise eine Person mit einem zu warmen Weißabgleich fotografieren – also mit zu viel Orange – wirkt die Haut eventuell überbelichtet. Das Problem ist dann nicht zwingend zu viel Licht, sondern dass die Rotwerte am Limit sind. Sobald Sie die Farbtemperatur in der Nachbearbeitung korrigieren, gewinnen Sie den vollen Tonwertumfang der Haut zurück.
Betrachten Sie als Beispiel das obige Foto: Der Weißabgleich wurde zu warm eingestellt, und die roten Bereiche markieren die „ausgefressenen“ Lichter (Clipping). Durch eine einfache Änderung des Weißabgleichs konnten diese Bereiche korrigiert werden, wie im Beispiel unten zu sehen ist. Wenn Sie im RAW-Format fotografieren, können Sie den Weißabgleich am Computer oft problemlos retten.
Bewährt hat es sich jedoch, den Weißabgleich bereits während des Fotografierens zu korrigieren, um die Wirkung des Lichts präziser beurteilen zu können. Von Anfang an den richtigen Weißabgleich zu wählen, zeigt Ihnen den wahren Tonwertumfang der Haut Ihres Motivs. Die vordefinierten Einstellungen der Kamera sind ein guter Anfang, aber für beste Ergebnisse empfehle ich einen manuellen (Custom) Weißabgleich.
Ein weiterer wertvoller Tipp ist das Fotografieren eines weißen Blattes Papier oder einer Graukarte unter denselben Lichtbedingungen wie Ihr Motiv. Ich verwende gerne den ColorChecker-Pass, greife aber oft auch auf eine Tischdecke oder ein Blatt Schreibpapier zurück. Nutzen Sie dies für den Weißabgleich vor Ort und behalten Sie das Foto der Referenzkarte unbedingt bei, um die Farben später am Rechner präzise zu verfeinern (manche Kameras speichern das Referenzbild beim Einstellen des Weißabgleichs nicht separat ab).
Hell, aber nicht zu hell
Echtes Fotopapier ist faszinierend. Ich spreche hier von dem Material, das Fachlabore verwenden (beispielsweise von Fujifilm oder Kodak), und nicht von herkömmlichem „Fotopapier“ für Tintenstrahldrucker.
In echtes Fotopapier sind Silberpartikel eingebettet, die Ihren Fotografien den größten Tonwertumfang im Universum verleihen. Mit Tonwertumfang meine ich, dass ein schwarzer Schatten einen perfekten Übergang von reinem Schwarz über Dunkelgrau und Mittelgrau bis hin zu Weiß zeigen kann – ohne sichtbare Stufen oder „Banding“. So können Sie ein Porträt mit tiefen Schatten auf der einen und hellen Highlights auf der anderen Gesichtshälfte erstellen und über das gesamte Bild hinweg perfekte Details bewahren – das ist schlichtweg beeindruckend.
Im Gegensatz zum klassischen Film enthält Ihre Digitalkamera jedoch keine Silberpartikel. Um diesen wunderbaren Verlauf im Druck zu reproduzieren, müssen Sie die Tonwerte bereits bei der Aufnahme kontrollieren. Am Computer lässt sich die Helligkeit zwar nachträglich anpassen und Sie können Bereiche abdunkeln, aber wenn ein Bereich bereits komplett ausgefressen oder im Schwarz versunken ist, lassen sich diese Informationen am Rechner nicht wiederherstellen.
Der Schlüssel liegt darin, das Bild während der Aufnahme etwas weniger dramatisch zu gestalten und das Drama erst in der Nachbearbeitung hinzuzufügen. Belichten Sie das Foto so, dass die hellen Hautpartien nicht ausfressen – besonders bei dunkleren Hauttönen ist dies ein häufiger Fehler. Dunkle Bereiche sind akzeptabel, aber achten Sie darauf, dass sie im Histogramm nicht ganz am linken Rand beschnitten werden. So bleiben Details erhalten, die Sie am Computer bearbeiten können.
Vielleicht denken Sie jetzt, dass Sie strikt nach dem Histogramm leben müssen. Das möchte ich nicht – und machen Sie sich vor allem keine Sorgen um die exakte Form des Histogramms, denn diese ist oft zweitrangig.
Stellen Sie stattdessen sicher, dass die wichtigen Bildpartien nicht zu hell sind (wenn ein Diamantring ausfrisst, ist das meist kein Problem; wenn die Wange ausfrisst, sollten Sie die Einstellungen anpassen und neu fotografieren).
Wenn die relevanten Bereiche einer Fotografie nicht überstrahlt sind, können Sie im Druck wunderbare Verläufe erzielen, die kein mobiles Endgerät auch nur annähernd reproduzieren kann.
Tipps zum Fotodruck: Fazit
Echte Fotos machen –gedruckte Fotoskönnen einen großen Einfluss auf das Leben von Menschen haben. Ein physisches Objekt in den Händen zu halten, das eine Darstellung ihrer selbst ist, ist selten und wertvoll geworden – und Sie haben die Macht, dies zu ermöglichen. Achten Sie beim Fotografieren darauf, dass Ihre Farbeinstellungen die Tonwerte nicht einschränken und dass genügend Bildinformationen aufgezeichnet werden, um Ihnen grenzenlose Optionen für den Druck zu eröffnen.
Levi Sim widmet sich leidenschaftlich der Fotografie und hilft anderen dabei, ihre Bilder zu verbessern. Er ist hauptberuflich Fotograf für Business-Porträts sowie Marketing- und Markenaufnahmen. Den Rest seiner Zeit verbringt er damit, alle anderen Facetten der Fotografie zu erkunden.
Alle Fotos in diesem Beitrag stammen von Levi Sim.
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Über die Autorin
Levi Sim
Inhaber/Fotograf/Redner bei Levi Sim Photography
Levi Sim fotografiert aus Leidenschaft und unterstützt andere dabei, ebenfalls bessere Bilder zu machen. Als Profifotograf erstellt er Business-Porträts und visuelle Markenauftritte. In seiner Freizeit widmet er sich allen weiteren Genres der Fotografie.
