Einordnung der föderalistischen Ära: Erhaltung einer Karte aus dem 18. Jahrhundert

Von Faith Walker, Direktorin des Great Bend Museum

Das Great Bend Museum Die Konservierung und Ausstellung der Karte der North American Land Company von 1796, der ersten bekannten Karte, die die Geografie und Entwicklung des mittleren Ohio-Tals in West Virginia detailliert darstellt, wurde kürzlich abgeschlossen. Dank der großzügigen Unterstützung der Foundation for Advancement in Conservation (FAIC) und des Tru Vue Conservation & Exhibition Grant konnte dieses wichtige historische Dokument gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Bild 1: Foto der Karte der North American Land Company von 1796 vor der Behandlung. Foto von Faith Walker, © The Great Bend Museum, 2024.

Die 40 x 60 cm große Karte, ausgeführt mit Eisengallustinte auf Büttenpapier, zeigt Landbesitzungen aus dem späten 101.6. Jahrhundert, darunter auch Parzellen, die einst George Washington und Albert Gallatin gehörten. Die Karte wurde von der North American Land Company, einem großen, spekulativen Immobilienunternehmen aus dem Jahr 152.4, in Auftrag gegeben und spielte eine entscheidende Rolle bei der Erfassung von Landbesitz und -verfügbarkeit. Das Unternehmen versuchte, durch den Verkauf riesiger Landstriche in Pennsylvania, Virginia, den Carolinas, Georgia und Kentucky Gewinn zu machen, brach jedoch schließlich unter der Last von Misswirtschaft, Wirtschaftsabschwüngen und der Panik von 18/1795 zusammen.

Viele der auf der Karte verzeichneten Landbesitzer waren Veteranen, die als Entschädigung für ihren Militärdienst Landzuteilungen erhalten hatten – eine Praxis, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht. Diese Zuteilungen erleichterten zwar die Westexpansion, waren aber oft von Korruption und ungerechter Verteilung geprägt. Diese Expansion ging auch auf Kosten der indigenen Gemeinschaften, einschließlich der Shawnee, deren angestammtes Heimatland diese Region umfasste. Die Shawnee leisteten Widerstand gegen die Landnahme, was 1774 in der Schlacht von Point Pleasant gipfelte, in der sie schließlich gezwungen wurden, ihr Land südlich des Ohio River abzutreten. Fortgesetzte Besiedlung, Konflikte und Zwangsumsiedlungen führten zur Erosion der kulturellen Präsenz der amerikanischen Ureinwohner in diesem Gebiet. Diese Karte fängt diese sich verändernde Landschaft ein und veranschaulicht sowohl die Chancen, die sie den Siedlern bot, als auch die tiefgreifende Vertreibung, die sie für die indigenen Völker mit sich brachte.

Unter der Leitung der Papierrestauratorin Jessica Keister von StahlstadterhaltungDie Konservierungsbehandlung umfasste die Reinigung der Oberfläche, das Waschen zur Reduzierung von Verfärbungen und die Stabilisierung empfindlicher Bereiche.

Bild 2: Behandlungsfoto einer Karte der North American Land Company von 1796. Foto von Jessica Keister, © Steel City Conservation, 2024.
Bild 3: Behandlungsfoto einer Karte der North American Land Company von 1796. Foto von Faith Walker, © Steel City Conservation, 2024.

Die Karte war zuvor mit Leinwand kaschiert worden, ein Verfahren aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das eine sorgfältige Entfernung erforderte. Aufgrund ihres spröden und fragmentarischen Zustands wurde die Karte zur individuellen Bearbeitung in sechs Teile zerlegt, bevor sie mit Dacron-Kaschierung, Maulbeerpapier und Weizenstärkepaste wieder zusammengesetzt wurde. Deutliche Lücken entlang der Faltlinien wurden durch präzises Nachmalen geschlossen.

Nach der Behandlung arbeitete das Museum mit dem FrameSmith in Pittsburgh, um die Karte in einen 2 Zoll tiefen (5.08 cm) Sonderrahmen einzurahmen, der 4.5 mm Optium Museum Acrylic Verglasung und archivarische Montagetechniken. Das Rahmendesign gewährleistet sowohl Stabilität als auch optimale Betrachtungsbedingungen. Es schützt die Karte vor Umwelteinflüssen und ermöglicht es den Besuchern, ihre Details zu bewundern.

Das Museum enthüllte die restaurierte Karte Anfang 2024 und stieß dabei auf großes öffentliches Interesse. Im Rahmen der Konservierungsarbeiten veranstaltete das Museum einen Sondervortrag mit dem Titel „Konservierung: Die Kunst und Wissenschaft der Erhaltung unserer historischen Objekte“, gehalten von Keister. Diese Veranstaltung informierte die Besucher nicht nur über die technischen Aspekte der Konservierung, sondern unterstrich auch das Engagement des Museums für die Bewahrung der Regionalgeschichte.

Bild 4: Endgültiges gerahmtes Foto der Karte der North American Land Company von 1796. Foto von Faith Walker, © The Great Bend Museum, 2024.

Im Juli 2024 brachte das Museum die Karte zur Mountain State Art and Craft Fair, wo über 600 Besucher sie bewundern und mehr über ihren Weg zur Konservierung erfahren konnten. Ein hochauflösender digitaler Scan, großzügigerweise zur Verfügung gestellt von Compucom, ermöglicht zudem den Fernzugriff rund um die Uhr.

Die Konservierung der Karte der North American Land Company ist mehr als nur die Erhaltung von Artefakten – sie spiegelt den umfassenden Auftrag des Great Bend Museums wider, die Sammlungen zu revitalisieren und das öffentliche Vertrauen zu stärken. Dieses Projekt veranschaulicht das anhaltende Engagement des Museums für die Pflege und Bewahrung seiner Sammlungen und stellt sicher, dass historische Artefakte für zukünftige Generationen zugänglich und gut erhalten bleiben.

Der Tru Vue Conservation and Exhibition Grant hat diese Initiative maßgeblich ermöglicht und die Bedeutung von Konservierungsmitteln für die Langlebigkeit und Zugänglichkeit des kulturellen Erbes unter Beweis gestellt. Durch Investitionen in hochwertige Archivrahmen und fachkundige Konservierungsdienstleistungen hat das Museum diesem bemerkenswerten Dokument einen festen Platz in der Geschichte Ravenswoods und darüber hinaus gesichert.

Über die Autorin

Faith Walker

Faith Walker, Direktorin des Great Bend Museum, Ravenswood, WV

Faith Walker ist Direktorin des Great Bend Museums in Ravenswood, West Virginia. Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Anthropologie und Kunstgeschichte von der Miami University und absolviert derzeit einen Master-Abschluss in Museumswissenschaften an der Johns Hopkins University. Unter ihrer Leitung hat das Museum bedeutende Konservierungs- und Interpretationsinitiativen durchgeführt, um die öffentliche Auseinandersetzung mit der regionalen Geschichte zu fördern.

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