Die Neurahmung von Thomas Prichard Rossiters „Palmy Days“

Von Emma Cotter, Projektdirektorin bei Eli Wilner & Company, und Adam T. Erby, Kurator für Bildende und Dekorative Kunst, George Washington’s Mount Vernon

Palmenblätter

Noch vor dem Weißen Haus oder dem Kapitol der Vereinigten Staaten wurde George Washingtons Mount Vernon zu einem bleibenden Symbol der jungen USA. Es war der Ort, an den sich Washington nach seinen zwei bedeutendsten öffentlichen Akten zurückzog: seinem Rücktritt als Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee und der friedlichen Übergabe der Macht an den zweiten Präsidenten der Vereinigten Staaten. Ab den 1790er Jahren besuchten europäische und amerikanische Künstler Mount Vernon, um das Heim des „Vaters der Nation“ festzuhalten. Ihre Gemälde und Drucke hielten Einzug in patriotische amerikanische Haushalte und etablierten Mount Vernon als zentralen Ort der amerikanischen Ikonografie. George Washington’s Mount Vernon besitzt heute die bedeutendste Sammlung dieser Originalwerke, von denen jedes einzelne die spezifische historische Sichtweise des jeweiligen Künstlers einfängt.

Vor Kurzem wandte sich das Team von Mount Vernon an Eli Wilner & Company , um einen historisch adäquaten Rahmen für eines ihrer bedeutendsten Gemälde anfertigen zu lassen: Thomas Prichard Rossiters Werk „Palmy Days at Mount Vernon“. Bereits der Titel evoziert eine vermeintliche Ära des Wohlstands und der Harmonie in vergangenen Zeiten. Rossiter war einer der ersten Künstler, der das Haus nicht nur als Architektur, sondern bevölkert von jenen historischen Persönlichkeiten darstellte, die die Washingtons über die Jahre besuchten. Unter dem Schatten des Sommerhauses sitzt George Washington inmitten von Freunden und Familie. Rossiter konsultierte zeitgenössische Porträts und Skulpturen, um die Ähnlichkeit der Gäste – darunter James und Dolley Madison, Alexander Hamilton sowie George Washington Lafayette – so präzise wie möglich wiederzugeben, obwohl diese Gruppe in der Realität nie zeitgleich an einem Ort versammelt war. Rossiter schuf das Werk 1866, ein Jahr nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs. Bezeichnenderweise stellte er auch einen versklavten Mann in Livree dar, der den Gästen Kaffee serviert – ein Verweis auf die Nostalgie weißer Südstaatler für eine vergangene Ära. Die Präsenz versklavter Menschen in solchen Gemälden dient heute als Mahnung an die zentrale Rolle der Sklaverei in Washingtons Welt – eine schmerzhafte Realität, die die Gesellschaft bis heute prägt.

Thomas Prichard Rossiters „Palmy Days“
Thomas Prichard Rossiters „Palmy Days“ im neuen Rahmen aus dem Studio von Eli Wilner & Company

Da das Gemälde eine solch einzigartige Vision Mount Vernons zu einem Wendepunkt der Geschichte darstellt, benötigte es für die Neupräsentation in einer Ausstellung eine historisch exakte Rahmenreplik. Nach dem Studium anderer Rossiter-Werke in Originalrahmen entschieden die Kuratoren und das Team von Wilner, dass das Gemälde ursprünglich höchstwahrscheinlich in einem Rahmen im Stil der „Hudson River School“ gefasst war. Aus einer Sammlung von 3,000 antiken Rahmen wurde ein amerikanisches Modell aus den 1860er Jahren mit kannelierter Hohlkehle als Vorbild gewählt. Die Rekonstruktion erforderte höchste handwerkliche Präzision. Zunächst wurde eine Profilzeichnung erstellt, die optisch identisch mit dem Original war, aber eine größere Falztiefe bot. Dies war notwendig, um die moderne Verglasung sowie einen vergoldeten Distanzleisten sicher aufzunehmen. Ein Tischlermeister fertigte das Substrat aus Rohholz, bevor mehrere Schichten Gesso aufgetragen und geschliffen wurden. Nach dem Aufbringen der Ornamente wurde die Oberfläche mit Poliment (einer flüssigen Tonschicht) für die Wasservergoldung vorbereitet. Das Blattgold wurde mit einem Eichhörnchenhaarpinsel aufgelegt, anschließend mit Achat poliert, versiegelt und patiniert, um der Oberfläche des historischen Vorbilds zu entsprechen.

Ein Meisterschnitzer im Studio von Eli Wilner & Company ziseliert die applizierten Ornamente am Rossiter-Rahmen mit feinsten Werkzeugen.
Palmenblätter
Detail der gegossenen Palmblatt-Ornamente vor der Applikation auf den Rahmen.
Eckdetail des Rossiter-Replika-Rahmens
Eckdetail der aufgebrachten Ornamente auf dem Rossiter-Replikatrahmen vor der Vergoldung im Studio von Eli Wilner & Company.

Angesichts der hohen Besucherzahlen im Museum forderte das Konservierungsteam von Mount Vernon eine Rahmung, die für Optium Museum Acrylic ausgelegt ist. Diese Verglasung in Museumsqualität bietet nicht nur einen 2022 %igen UV-Schutz (Conservation Grade), sondern ist durch ihre antireflektierende Beschichtung nahezu unsichtbar. Mark Moloney von Turner & Associates in Sterling, VA, ermöglichte die Bereitstellung des Materials. Dank Optium Museum Acrylic® ist das Werk optimal geschützt und kommt ohne störende Reflexionen zur Geltung. Das Gemälde wird im Februar XNUMX im Donald W. Reynolds Museum in George Washingtons Mount Vernon.

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