Wenn Sie in unserer Serie zum Aufbau Ihres Fotografie-Unternehmens hierher gefolgt sind, gehen wir von zwei Voraussetzungen aus:
- Sie besitzen bereits eine Website für Ihre Fotografie und/oder einen Online-Shop oder planen, beides zu erstellen. In diesem Fall war es sicher nicht schwer, Sie davon zu überzeugen, dass Online-Marketing für Fotografen unerlässlich ist, um Traffic auf Ihre Seite zu lenken und Ihr Geschäft auszubauen.
- Sie haben verinnerlicht, dass das Bloggen für Fotografen eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie Sie und Ihre Arbeiten im Netz gefunden werden.
Was fehlt noch?
Alles, was wir bisher besprochen haben, hilft Ihnen dabei, das Fundament für Ihre Online-Marketing-Aktivitäten zu legen. Aber die bloße Feststellung, dass man einen Blog benötigt, die Recherche relevanter Keywords für ein Fotografie-BusinessUnd die Erstellung einer SEO-Strategie allein reicht nicht aus, um die Geschichten zu erzählen, die Sie erzählen wollen und müssen.
Visuelles vs. schriftliches Storytelling
Als visueller Geschichtenerzähler planen Sie Ihre Aufnahmen. Wird es eine Einzelaufnahme oder eine Serie? Ein Foto-Essay? Was ist das Thema oder das Motiv? Wie sieht die visuelle Erzählweise aus? Welche Botschaft möchten Sie vermitteln? Wie erreichen Sie, dass Ihr Publikum mit Ihren Werken interagiert?
Die gleichen Prinzipien gelten für unsere schriftlichen Inhalte. Sie machen keine Zufallsfotos, wenn Sie eine visuelle Geschichte erzählen wollen. Ebenso sollten wir bei unserer schriftlichen Arbeit systematisch vorgehen. Mit anderen Worten: Wir benötigen einen Content-Plan, der strategisch und ergebnisorientiert ist.
Ein Content-Plan für Fotografen
Zunächst fragen Sie sich vielleicht, was ein Content-Plan eigentlich ist. Ein Content-Plan hilft Ihnen zu definieren, worüber Sie schreiben wollen und müssen, welche Form dieser Inhalt annimmt und wo Sie ihn veröffentlichen möchten.
Die gute Nachricht ist, dass ein Großteil Ihrer Contentplanung bereits erledigt ist! Sie verfügen über eine für Ihre Zielgruppe relevante Keyword-Liste, und wir werden diese nutzen, um unsere Themenideen zu ermitteln.
Hinweis: SEO und Keyword-Recherche sind wichtig, aber Sie müssen dennoch hochwertige Online-Inhalte verfassen, die nicht nur Ihr Publikum inspirieren, sondern auch von den Algorithmen der Suchmaschinen positiv bewertet werden.
Der nächste und wichtigste Schritt ist die Erstellung einer Content-Map.
Die Theorie der Content-Map
Eine Content-Map hilft Ihnen dabei, visuell darzustellen, worüber Sie schreiben werden. Sie besteht aus einem Hauptthema, drei Unterthemen und neun unterstützenden Basisthemen. Ihre Map skizziert zudem Ideen für die Art des Contents, wo dieser auf Ihrer Website platziert wird und wo Sie ihn zweitverwerten können.
Lassen Sie uns das Ganze strukturieren:
Hauptthema
- Ihre am stärksten umkämpfte Keyword-Phrase.
- Von hier aus bauen Sie den Inhalt auf, aber dies ist Ihr übergeordnetes Hauptthema.
- Zum Beispiel: „Hochzeitsfotografie in Berlin“.
Zugehörige Unterthemen (drei Stück)
Dieser Inhalt sollte im Idealfall Ihre Haupt-Keyword-Phrase enthalten und darauf ausgelegt sein, Fragen zu beantworten, Anleitungen zu geben und Ihrem Publikum einen echten Mehrwert zu bieten.
- „So finden Sie einen Hochzeitsfotografen in Berlin“
- „Dos and Don’ts: Hochzeitsfotografie in Berlin“
- „Die besten Locations in Berlin für Hochzeitsfotos“
Unterstützende Basis
Ein breiteres Spektrum an verwandten Themen (neun Stück).
- „Hochzeitsfotografen in Berlin: Worauf Sie achten sollten“
- „Hochzeitsfotografie in Berlin: Eine Fallstudie“
- „Grundlagen der Hochzeitsfotografie: Das Equipment für eine Hochzeit [in Berlin]“
- „Was Sie über Hochzeitsfotografie [in Berlin] zu wissen glaubten“
Präsentation Ihrer Inhalte
Nicht alle Ihre Inhalte müssen im Blog stehen, und Sie sind nicht darauf beschränkt, sie dort nur in Langform zu veröffentlichen.
- Fügen Sie sie einer festen Seite Ihrer Website hinzu (Fallstudien, FAQs, Über uns).
- Erstellen Sie eine Präsentation, eine Videoversion und/oder eine Infografik.
- Schlagen Sie Themen für Publikationen mit einer höheren Domain-Autorität als Ihrer eigenen vor.
- Schreiben Sie Gastbeiträge für Fachmagazine mit hoher Reichweite.
Rein rechnerisch könnte Ihre Content-Map 13 Blogpost-Ideen generieren. Je nach Veröffentlichungsfrequenz reicht das für mindestens zwei Monate. Und das basiert nur auf einer einzigen Keyword-Phrase. Sie können für jede Ihrer Phrasen eine solche Map erstellen!
Content-Plan für Fotografen: Der nächste Schritt
Sie haben die Keywords identifiziert, für die Sie ranken möchten, und den Inhalt skizziert. Was kommt als Nächstes?
Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie bedenken, dass wir neben strategischen Inhalten auch ergebnisorientiertes Material anstreben. Zu den messbaren Ergebnissen gehören eine Steigerung der Domain-Autorität und bessere Platzierungen in den Suchergebnissen.
Profi-Tipp: Denken Sie daran, dass sich Ihre Domain-Autorität nicht verbessern wird, wenn Sie keine Backlinks von anderen Websites erhalten, die über eine höhere Autorität verfügen als Ihre eigene. Grundlegende Informationen zum Linkaufbau finden Sie im Leitfaden „Growing Popularity & Links“ von Moz„.
Zusätzlich zum Erfolg bei den Algorithmen sollte Ihr Content-Plan Handlungsaufforderungen (Calls-to-Action) und Interaktionsmöglichkeiten enthalten, die wir künftig tracken können.
Content-Plan: Was man tracken sollte
Wir haben bereits besprochen, wie wichtig Ihre E-Mail-Marketing-Liste für Ihr Fotografie-Business ist. Integrieren Sie daher unbedingt einen Call-to-Action wie „bonnieren Sie meinen Newsletter!“ in Ihre Inhalte.
Profi-Tipp: TruLife-Fotograf Scott Papek bezeichnet seine E-Mail-Liste als eines seiner wertvollsten Marketinginstrumente.
Zusätzlich sollten Sie folgendes tracken:
- Video-Downloads
- Anmeldungen zu Webinaren (vielleicht können Sie nebenbei Fotokurse anbieten)
- Downloads von Fallstudien (erstellen Sie diese zusätzlich zur Website als PDF)
- Alle weiteren Calls-to-Action auf Ihrer Seite
Content-Plan: Messung
Neben dem Erstellen weiterer Content-Maps und dem Verfassen fesselnder Inhalte ist es wichtig, Ihre Ergebnisse zu messen. Die Erfolgsmessung zeigt nicht nur, wie gut Ihre Planung funktioniert, sondern liefert auch Erkenntnisse für Ihre zukünftige Strategie.
Wenn bestimmte Keywords nicht ankommen, müssen Sie diese anpassen. Wenn Ihr Publikum nicht mit Ihren Inhalten interagiert oder nicht auf Ihre Handlungsaufforderungen reagiert, müssen Sie Ihre Strategie nachjustieren. Nutzen Sie Tools wie bitly, um die Aktivitäten auf Ihrer Seite zu überwachen.
Profi-Tipp: Lernen Sie aus Fehlern. Man wird nicht von Anfang an alles richtig machen, aber solange Sie Ihre Aktivitäten verfolgen und messen, können Sie lernen, umsteuern und einen sich ständig weiterentwickelnden Content-Plan entwickeln, der echte Ergebnisse liefert.
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