Jeder Fotograf weiß, wie viel Herzblut in seiner Leidenschaft steckt: die Ausrüstungdie Reisen, das Shooting, die Entwicklung und Bearbeitung – und schließlich die Website, um die fertigen Werke zu präsentieren. Professionelle Fotografen, die ihr Handwerk auf die nächste Stufe heben wollen, sollten eine Website betreiben , um ihre Kunstwerke der Community zu zeigen, Tipps und Tricks weiterzugeben oder das Equipment vorzustellen, mit dem sie ihre beeindruckenden Aufnahmen machen. Die Erstellung einer Website garantiert jedoch nicht automatisch, dass sie auch wahrgenommen wird. Es reicht nicht aus, eine Domain zu kaufen, Inhalte hochzuladen und darauf zu hoffen, dass Besucher kommen – dazu bedarf es einer Strategie namens Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (Search Engine Optimization). Einfach ausgedrückt zielt SEO darauf ab, sicherzustellen, dass Ihre Website auf den Ergebnisseiten Suchmaschinen (SERPs) wenn Nutzer relevante Begriffe bei Google, Bing, Yahoo! und Co. eingeben.
Im Folgenden erläutern wir einige grundlegende SEO-Tipps für Fotografen und Druckdienstleister. Bitte bedenken Sie: In der Anfangszeit des Internets war SEO eine sehr simple Methode, die oft auf „Keyword-Stuffing“ basierte, um Suchmaschinen auszutricksen. Mit der Weiterentwicklung der Algorithmen hat sich daraus eine eigenständige Industrie entwickelt, die sehr schnell technisch komplex werden kann. Diese Übersicht dient daher als fundierter Einstieg, ohne zu tief in die Materie einzutauchen.
Alt-Tags, Title-Tags, Meta-Beschreibungen und Header-Tags
Tags, Beschreibungen und Keywords – worauf kommt es an? Zunächst ist es wichtig zu verstehen, wie eine Suchmaschine mit Ihrer Website interagiert, um deren Relevanz und damit das Ranking in den SERPs zu bestimmen. Damit eine Suchmaschine „verstehen“ kann, worum es auf einer bestimmten Webseite geht, analysiert sie die Schlagwörter (Keywords) innerhalb verschiedener On-Page-Elemente. Die wichtigsten sind dabei der Title-Tag, die Überschriften-Tags (H1-H6), die Meta-Beschreibung und die Alt-Tags der Bilder.
Was ist ein Title-Tag?
Die Title-Tag einer Webseite ist der Text, der oben im Browser-Tab angezeigt wird. Es ist zudem der Text, der in den SERPs erscheint, wenn Sie durch die organischen Ergebnisse scrollen.
Was ist eine Meta-Beschreibung?
Eine Meta-Beschreibung ist eine kurze Zusammenfassung (unter 165 Zeichen) des Inhalts einer Webseite, die in den Suchergebnissen unterhalb des Titels erscheint.
Was sind Header-Tags und Bild-Alt-Tags?
Header-Tagssind Zeilen im HTML-Code, die den Suchmaschinen die Art des Inhalts auf einer Webseite nach ihrer Wichtigkeit mitteilen. Die Überschriften sind von 1 bis 6 nummeriert, wobei 1 die höchste Priorität hat. Der <h1> -Tag auf dieser Seite lautet beispielsweise:SEO für Fotografen und Drucker: Wie Sie Ihre Konkurrenten in Suchmaschinen übertreffen. Dadurch erfahren Suchmaschinen, dass der Schwerpunkt des Inhalts in erster Linie darauf liegt, Fotografen und Drucker über SEO aufzuklären. Mittlerweile ist die und fortlaufende Tags weisen auf Unterthemen hin, auf die im Inhalt verwiesen wird. Der <h2> Tag für diesen Abschnitt ist Alt-Tags, Titel-Tags, Meta-Beschreibungen und Header-Tags.
Sicherlich ist Ihnen aufgefallen, dass Sie bei einer Google-Suche auch Bildersuche-Ergebnisse anstelle von reinen Textlinks durchsuchen können. Die Bilder in diesen Ergebnissen verfügen über optimierte Alt-Tags. Während Bild-Alt-Tags in anderen Branchen oft vernachlässigt werden, sind sie für Fotografen von entscheidender Bedeutung. Das Zuweisen von Alt-Tags zu Bildern ist eine Möglichkeit, Suchmaschinen exakt mitzuteilen, was auf einer Grafik oder einem Foto zu sehen ist. Dies ist aus zwei Hauptgründen nützlich:
- Suchmaschinen können das Bild indexieren, sodass es in den Bildersuchergebnissen erscheint.
- Wenn ein sehbehinderter Nutzer Ihre Website besucht, lesen Screenreader-Tools den Alternativtext laut vor.
Bild-Alt-Tags sollten so beschreibend wie möglich sein, unter 125 Zeichen bleiben und den Seiteninhalt unterstützen, ohne in Keyword-Stuffing zu verfallen. Weitere Informationen und Beispiele für gute und schlechte Alt-Texte finden Sie in diesem Hubspot-Artikel.
Keyword-Recherche ist unerlässlich
Keywords sind die Phrasen oder Begriffe, die bei der Suche in Google, Bing usw. eingegeben werden. Mithilfe bestimmter SEO-Tools wie Ahrefs or SEMrushkönnen Sie eine Keyword-Recherche durchführen. Dies ist aus mehreren Gründen hilfreich:
- Sie sehen, wie oft nach einem Begriff gesucht wird.
- Sie können bestimmen, wie schwierig es sein wird, für einen bestimmten Suchbegriff ein hohes Ranking zu erzielen.
- Sie können die Konkurrenz analysieren.
Die Keyword-Recherche sollte jeden Aspekt Ihrer Webseiten beeinflussen. Ganz gleich, ob Sie einen Blog-Artikel schreiben oder eine Produktseite erstellen: Zu wissen, wonach die Leute suchen, bestimmt, was Sie veröffentlichen und wie Sie es aufbereiten. Wenn Sie beispielsweise sehen, dass das Keyword „Beste Kamera für Naturfotografie“ monatlich oft gesucht wird, ist es eine gute Idee, einen Artikel darüber mit Ihrer eigenen, einzigartigen Perspektive zu verfassen.
Sorgen Sie für eine positive Nutzererfahrung
Die Algorithmen der Suchmaschinen entwickeln sich ständig weiter. Wie eingangs erwähnt, lag der Fokus früher auf dem heute fragwürdigen „ Keyword-Stuffing “. Die Algorithmen waren damals recht simpel und identifizierten wertvolle Inhalte primär über die bloße Anzahl an Schlagwörtern statt über die tatsächliche Relevanz. Dies führte dazu, dass Unternehmen Keywords mit hohem Suchvolumen in völlig belanglose Texte einbauten, nur um Traffic zu generieren.
Hypothetisch gesprochen: Wenn Ihr Unternehmen maßgefertigte Kameraobjektive verkaufte und Ihre Website einen Absatz wie diesen enthielt: „Wir verkaufen maßgefertigte Kameraobjektive. Unsere maßgefertigten Kameraobjektive sind die besten. Wenn Sie ein maßgefertigtes Kameraobjektiv kaufen möchten, kontaktieren Sie unsere Spezialisten für maßgefertigte Kameraobjektive unter massgefertigtes.kameraobjektiv@beispiel.de“, dann wäre Ihre Website vor Besuchern förmlich überrannt worden.
Suchmaschinen erkannten jedoch schnell, dass die Nutzererfahrung durch diese Praxis massiv leidet. Wenn man nach einem speziellen Objektiv sucht, aber die SERPs mit irrelevanten Seiten gefüllt sind, verliert die Suchmaschine ihren Nutzen. Wenn Sie eine positive Nutzererfahrung auf Ihrer Website bieten, werden Suchmaschinen Sie in den organischen (unbezahlten) Ergebnissen bevorzugen. Zu einer guten User Experience (UX) gehören:
- Eine intuitive Navigation auf der gesamten Website
- Ein stimmiges, klares Design
- Wertvolle, interessante oder einzigartige Inhalte
- Mobile Optimierung (Suchmaschinen bewerten heute sehr stark, wie Ihre Seite auf Mobilgeräten funktioniert, da die meisten Nutzer mittlerweile das Smartphone zum Surfen verwenden)
- Ein natürlicher Fluss der On-Page-Elemente
Veröffentlichen Sie überzeugende und relevante Inhalte
Heutzutage straft Google Websites sogar ab (bis hin zum Ausschluss aus den organischen Suchergebnissen!), wenn der Verdacht auf Keyword-Stuffing besteht. Suchmaschinen sind extrem hochentwickelt darin, wertvolle Inhalte nicht nur anhand von Keywords, sondern auch durch die Nutzererfahrung und Relevanz zu identifizieren. Zwar kennt niemand die genaue Formel für das Google-Ranking, aber wir wissen, dass Keywords nach wie vor eine Rolle spielen – wenn auch nur als einer von vielen Faktoren. Entscheidend ist: Die Erstellung hilfreicher und relevanter Inhalte, die dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten, steht an erster Stelle.
Letztendlich werden Nutzer von Ihrer Website angezogen, wenn Sie eine einzigartige Perspektive bieten und kontinuierlich Inhalte hochladen, für die Sie brennen. Die Produktion von austauschbaren Standard-Artikeln oder Fotos wird potenzielle Fans abschrecken und in den SERPs kaum punkten.
Dieser Artikel hat die Welt der Suchmaschinenoptimierung nur oberflächlich gestreift, aber wir hoffen, dass er Ihnen eine gute Grundlage bietet, um eine autoritative Website aufzubauen und zu pflegen – ganz gleich, ob Sie Abzüge verkaufen oder Fotodienstleistungen anbieten.
